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Hermann von Stahleck - Pfalzgraf bei Rhein

1. Einleitung

Graf Hermann von Stahleck wurde als Sohn des Grafen Gozwin IV. von Höchstadt und Luitgard von Hengebach wahrscheinlich innerhalb des ersten Jahrzehnts des 12. Jahrhunderts geboren. Die Familie kommt ursprünglich aus dem bayerischen Franken, sein Vater konnte jedoch seine Besitzungen durch die Heirat mit Luitgard über seine angestammten Güter hinaus mit Gütern am Rhein erweitern. Dadurch wurden die ohnehin schon begüterten Grafen von Höchstadt zu den mächtigsten Grafen im süddeutschen Raum. Nach der Burg Stahleck, die westlich von Frankfurt am Rhein bei Bacharach liegt, nannten sich der Vater Gozwin und später auch der Sohn Hermann nun Grafen von Stahleck.

Burg Stahleck in Bacharach am Rhein

Dem Namen Stahleck in der Geschichte Klang und Format zu verleihen, das gelang jedoch erst Hermann. Durch seine Heirat mit Gertrud, der Schwester König Konrads III, konnte er seinen Besitz nochmals um einiges vergrößern. Schwerer wiegt jedoch, daß er wahrscheinlich wegen dieser Heirat von Konrad III. später zum Pfalzgrafen ernannt wurde. Dieses Amt hatte er von 1142/43 bis zu seinem Tode 1156 inne. Während seiner Amtszeit ist sein Leben und Handeln deutlicher nachvollziehbar, da aus dieser Periode die meisten Quellen überliefert sind. Hermann von Stahleck starb kinderlos, stiftete aber das (Zisterzienser-) Kloster Bildhausen, das in veränderter Form bis heute existiert.

2. Hermann von Stahleck

2.1 Die Zeit bis zur Ernennung als Pfalzgraf

Ursprünglich in Franken zuhause, erscheinen die Grafen von Höchstadt erstmals ausschließlich in den dortigen Urkunden, hauptsächlich ausgestellt in Fulda, Würzburg und Bamberg. Als jedoch Heinrich I. von Katzenelnbogen 1102 stirbt und seine Witwe Graf Gozwin IV. von Höchstadt heiratet, tritt dieser auch bald darauf in Urkunden im rheinischen Gebiet auf.1 Der gemeinsame Sohn Hermann wurde wahrscheinlich zwischen 1104 und 1110 geboren, die genaue Jahreszahl ist unbekannt, ebenso die genauen Lebensdaten seines Vaters und Großvaters.2

Sein Vater war ein Anhänger der Staufer, er unterstützte den Gegenkönig Konrad, schickte ihm sogar einen Sohn mit Truppen zur Unterstützung als dieser auf dem Weg in die Lombardei war. Der Sohn wurde nicht mit dem Namen genannt, jedoch starb er durch eine Naturkatastrophe, weshalb man davon ausgeht, daß Hermann einen (wahrscheinlich älteren) Bruder gehabt haben muß. In der Folge dieses Todes gründete Gozwin IV. das Kloster Mönchaurach.3 Auch Hermann scheint schon für den Gegenkönig im Bürgerkrieg die Waffen geführt zu haben.4 Der erste unzweifelhafte urkundliche Hinweis auf die Existenz Hermanns erscheint allerdings erst im Jahr 1128, als er gemeinsam mit seinem Vater als Zeuge auf einer Urkunde aus Fulda erwähnt wird.5 Und im gleichen Jahr findet er sich auch nochmal auf einer Urkunde als Zeuge für das Kloster Oberzell.6 Gegen 1128/1129 hatte Gozwin von Höchstadt dann zusammen mit seinem Sohn das besagte Kloster Mönchaurach (Herrenaurach) gestiftet7, und auch hier finden Vater und Sohn namentliche Erwähnung. Dann verschwinden die Spuren der beiden aber auch schon wieder für eine längere Zeit; denn die zeitliche Lücke zwischen diesem ersten Auftreten Hermanns bis zu seinem Erscheinen auf einer weiteren Urkunde beträgt 8 Jahre. Am 1. April 11368 übernahm Hermann auf Bitten des Abtes Kraft der Abtei Lorch die Vogtei über dieses Kloster, um die Mönche vor ihren Untergebenen zu schützen. Es ist das erste Mal, daß er erwiesenermaßen eine Funktion ausübte und nicht lediglich als Zeuge fungierte. Es wurde ausdrücklich festgelegt, daß seine Nachkommen keinen Anspruch auf das Vogtamt aus dem Erbrecht ableiten konnten. Das Vogtamt über die Abtei Lorch besaß er allerdings nicht lange, bereits 1139 sollte wieder Herzog Friedrich II., der die Vogtei schon vorher innegehabt hatte, Klostervogt werden, da dieser die Mönche "schützen könne und wolle".9 Zu engagiert scheint er also seine Verpflichtung nicht verrichtet zu haben, da er das Amt ansonsten sicherlich länger ausgeübt und nicht mit einem solchen Kommentar verloren hätte. Übernommen hatte er diese Aufgabe indes anscheinend ohnehin nur nachdem seine Gattin Gertrud und deren Bruder Friedrich ihn dazu überredet hatten.10 Auf dieser in Regensburg ausgestellten Urkunde bezeichnete sich Hermann selbst als Heremannus palatinus comes de Stahelekke.11 Im August 1136 ist er dann mit seinem Vater als Zeuge König Lothars III. nachgewiesen.12 Dieser brach von Würzburg aus mit einem großen Heer zu seinem zweiten Italienzug auf, allerdings ohne die Grafen von Stahleck. Denn während das Heer noch in Italien war erschien Hermann von Stahleck 1137 zum letzten Mal zusammen mit seinem Vater auf einer Urkunde, wiederum in Würzburg, aber als Zeuge für Bischof Embriko.13 Von nun an tauchte Hermann mit manchmal wechselndem Namen14 nur noch ohne seinen Vater auf. Bereits am 5. Mai 1137 trat er als Hermannus de Hohestatt eine Vogtei bei Alitzheim für 7 Talente an das Kloster Ebrach ab.15

In den folgenden Urkunden wird jedoch sichtbar, daß Hermann die Bezeichnung "Graf von Stahleck" dem anderen Namen vorzog. Lediglich die Schreibweisen variieren.16

Überhaupt war Hermann inzwischen schon recht häufig auf den Reichs- und Hoftagen Konrads III. anzutreffen, ein kleiner Hinweis auf seinen zunehmenden Einfluß und einer wachsenden Beteiligung an wichtigeren Entscheidungen. In der elf Jahre dauernden Regierungszeit Lothars III. finden wir Hermann nur ein einziges Mal unter den anwesenden Zeugen des Königs, während er bereits im April 1138, kurz nach Konrads III. Amtsantritt für diesen als Zeuge auftauchte.17 Aus politischen Erwägungen oder aus einem anderen Kalkül heraus, jedenfalls hatte Hermann von Stahleck bereits von Anfang an auf der Seite der Staufer gestanden. Wenn man Baumgärtner folgt und die Vermählung Hermanns mit Gertrud in die späten zwanziger Jahre legt dann ist auch nicht auszuschließen, daß sie nach der Wahl Konrads III. 1127 zum Gegenkönig zustandekam. Auch eine entsprechende Mitgift mag schließlich noch eine Rolle gespielt haben, denn Hermanns Güter wurden durch die Heirat noch vermehrt.18

Mit seinem Halbbruder Heinrich II. von Katzenelnbogen ist Hermann dann erstmals im Mai 1140 auf dem Reichstag in Frankfurt auf einer Urkunde zusammen schriftlich festgehalten.19

Am Hofe Konrads III. war Hermann von Stahleck, bevor er Pfalzgraf wurde, dann nochmals im Juni 1141 und gegen Ende April 1142 zugegen, beide Male in Würzburg.20

2.2 Die Amtszeit als Pfalzgraf bei Rhein

Auf besagtem Reichstag in Frankfurt 1140 hatte Konrad III. das Amt des Pfalzgrafen bei Rhein an seinen Halbbruder, den Babenberger Heinrich Jasomirgott vergeben. Damit trat er bewußt der Tendenz entgegen das Pfalzgrafenamt erblich werden zu lassen. Im Laufe der zeitlichen Entwicklung erschien der Pfalzgraf durch wachsenden Besitz als immer mächtiger. Damit wurde er zum einen eine wichtige Unterstützung für den König, zum anderen wurde es wichtiger, daß in diesem Amt nicht ein Gegengewicht zum König selbst erwuchs. Um dieser Gefahr zu begegnen, wurde der Pfalzgraf sorgfältig ausgewählt. Schon Heinrich V. hatte mit Gottfried von Calw bewußt einen Fremden in dieses Amt gebracht, einen Getreuen, der die Position seines Königs, später seines Kaisers, gegen die alteingesessenen Adelsfamilien und die dortigen Erzbistümer, die von Norden her auf die Territorien der Pfalzgrafen drückten, mit ganzer Kraft vertrat. Diese Einsetzung war innenpolitisch zumindest am Rhein sehr unpopulär und mindestens zwei Grafen haben sich nicht mit ihr abgefunden. So führten sowohl der zweite Mann der Witwe des ehemaligen Pfalzgrafen Siegfrieds von Ballenstedt, Otto I. von Rheineck, als auch der Sohn Siegfrieds, Wilhelm von Ballenstedt, parallel zu Gottfried von Calw den Titel des Pfalzgrafen bei Rhein. Möglich war das durch Lothar III. geworden, der wie Siegfried von Ballenstedt aus Sachsen stammte und außerdem mit der Schwester von Siegfrieds Frau, Gertrud von Nordheim, verheiratet war. Wilhelm von Ballenstedt führte den Titel und das Amt durchgehend von Gottfrieds Tod 1133 bis zu seinem eigenen Tode 1140 und scheint also akzeptiert worden zu sein, denn erst mit seinem Ableben bekam Heinrich Jasomirgott den Titel.21

Daß Konrad III. nun nicht mehr 'nur' einen treuen Anhänger, sondern gleich einen Verwandten auf diesen Platz hievte, wird als deutliches Indiz dafür gesehen, daß der Pfalzgraf zu dieser Zeit bereits einer der wichtigsten weltlichen Grafen im Reich geworden war. Allerdings machten sich nach dem Tode Wilhelm von Ballenstedt, Otto I. von Rheineck und wohl auch sein Sohn Otto II. von Rheineck Hoffnung auf die Pfalzgrafenwürde, wurden aber zweimal kurz hintereinander enttäuscht, als erst Heinrich Jasomirgott und nach ihm Hermann von Stahleck zum Pfalzgraf ernannt wurden.22 Nachdem Markgraf Luitpold von Bayern im Oktober 1141 gestorben war wurde Heinrich von Konrad III. mit der Ostmark belehnt. In diesem Amt ist der Babenberger bereits im Frühjahr 1142 nachgewiesen.23 Nicht genau läßt sich dagegen sagen, wann nun Hermann von Stahleck zum Pfalzgraf ernannt wurde. Nach der heute (=1991) bekannten Urkundenlage scheint die Belehnung irgendwann zwischen August 1142 und Juni 1143 erfolgt zu sein.24 Daß jedoch er vom König für dieses Amt ausgewählt wurde, scheint eben auf seine Ehe mit Gertrud zurückzuführen zu sein, also die Politik Konrads, seine Verwandten in einflußreiche Positionen zu bringen, zu bestätigen.25

Diese Position hat Hermann von Stahleck dann auch sehr stark genutzt und später nachweislich auch ausgenutzt. Auf jeden Fall ist er nun noch regelmäßiger in der Nähe des Königs zu finden, wie die Urkunden beweisen.

Im Jahr 1143 wurde er auf einer Urkunde, die die Interessen Friedrichs II. in Verbindung mit einer Schenkung Gertruds zeigen, noch einmal als Heremanni comitis de Stahelekke bezeichnet.26

Abgesehen von den Urkunden, in denen wie in der Urkunde Friedrichs II. nur sein Name erwähnt wird, oder in denen er in der Zeugenliste zu finden ist, gibt es nun aber öfter Hinweise auf seine Aktivitäten selbst. Während er noch 1144 zweimal als Zeuge für den Erzbischof Heinrich von Mainz fungierte, erfahren wir aus den Annales Magdeburgenses, daß Hermann von Stahleck vor dem Hoftag zu Magdeburg vom Erzbischof von Mainz mit dem Kirchenbann belegt worden war. Deshalb wurde der König nebst seinem Gefolge nicht mit den üblichen Ehrungen empfangen,27 trotzdem finden wir den Pfalzgrafen dort wieder als Zeuge auf den königlichen Urkunden.28 Daß Hermann exkommuniziert worden war, ist ein sehr deutlicher Hinweis, daß er sehr streitbar gewesen und wohl auch anderen gegenüber dementsprechend aufgetreten sein muß.29 Wie es zu dem Schritt des Bischofs gekommen ist, verraten die Annales Magdeburgenses nicht. Orientiert an den anderen Ereignissen kann man sich jedoch vorstellen, daß Hermann von Stahleck sich Eigentum und / oder Rechte des Erzbistums Mainz aneignen wollte und es sogar getan hatte, worauf der Erzbischof mit diesem, der Kirche eigentümlichen Schritt, reagierte.30 Mit dem Hof des Königs scheint auch Hermann weitergezogen zu sein zum Hoftag in Worms.31 Dann jedoch finden wir ihn erst wieder in Konrads Urkunden beim Hoftag in Aachen gegen Weihnachten 1145.32 Als jedoch 1146 die verstorbene Königin im Kloster Ebrach beigesetzt wird, ist auch Hermann dabei und bezeugt auf einer Urkunde aus Fulda Konrads III. Schenkungen an das Kloster Hersfeld.33 Insgesamt scheint Konrad III. in diesen Jahren hauptsächlich mit der Wiederherstellung des Landfriedens beschäftigt gewesen zu sein. Unterbrochen wurden diese Bemühungen durch den Entschluß des Königs, unter dem Eindruck der Predigt Bernhards von Clairvaux zur Kreuznahme. Um länger außerhalb des Reiches bleiben zu können, wurde für die Abwesenheit des Königs ein allgemeiner Reichsfriede verkündet und Konrads zehnjähriger Sohn Heinrich (VI.) zum König gewählt. Dies geschah auf dem Reichstag zu Frankfurt, auf dem auch der Pfalzgraf Hermann anwesend war.34 Für Hermann war dieser Reichstag unter anderem wichtig, weil er hier stellvertretend für den König tätig wurde. Er übergab die heruntergekommenen Klöster Kemnade und Fischbeck an die Abtei Korvei.35 Nach dem Reichstag ist er mit dem König nach Regensburg weitergezogen, war aber nicht bereit, ihn nach Konstantinopel zu begleiten.36 Denn was den Kreuzzug betrifft, scheint es, daß Hermann von Stahleck schon wie bei Lothars III. Kreuzzug keine Lust verspürte, daran teilzunehmen. Jedoch war für die Teilnahme am Kreuzzug zusätzlich zum päpstlichen Ablaß die Lösung von einem eventuell bestehenden Bann versprochen worden, und die davon Betroffenen scheinen in nicht geringer Zahl vorhanden gewesen zu sein. Allerdings wurde der Kreuzzug nicht als ausschließlich gegen die Moslems gerichtet verstanden, sondern allgemein gegen die Heiden. Deshalb entschlossen sich viele (sächsische) Fürsten, ihr Kreuzgelübde einzulösen, indem sie gegen die Wenden (Slawen) im Osten zogen, nachdem ihnen auch dafür der gleiche Lohn der Kirche in Aussicht gestellt worden war.37 Bei dem sogenannten Wendenkreuzzug setzte sich zwar die Christianisierung bis an die Oder endgültig durch, gleichzeitig erfuhren die Kreuzfahrer jedoch teilweise erst jetzt erstaunt, daß im Osten bereits christliche Gemeinden existierten, die ob dem Kreuzfahrerheer vor ihren Städten verständlicherweise befremdet waren. Erzbischof Friedrich I. von Magdeburg, Bischof Rudolf von Halberstadt, Bischof Anselm von Havelberg, Albrecht der Bär und viele andere, unter ihnen auch Pfalzgraf Hermann von Stahleck, befanden sich in einer sechzigtausend Mann starken Streitmacht bei Magdeburg. Von dort aus zogen sie vor das schon christliche Stettin.38 Aber bereits im September waren die Kreuzfahrer wieder zurück, nachdem sie ihrer Pflicht Genüge getan zu haben schienen.39 Da der Pfalzgraf in der folgenden Zeit wieder als Zeuge für den Mainzer Erzbischof auf Urkunden erwähnt wird, steht fest, daß er vom Kirchenbann gelöst wurde.40

Auch noch ins Jahr 1148 fiel, daß ein Graf Hermann von Hardenberg im Pfalzgrafengericht an der Ruhr den Vorsitz an Stelle Hermanns von Stahleck führte.41 Werden an der Ruhr war weit entfernt von den rheinischen Territorien des Pfalzgrafen, und der tatsächliche Einfluß des Pfalzgrafen auf diese Gebiete wurde geringer und ging später ganz verloren.42 An diese alten Rechte konnte Hermann schon nicht mehr richtig anknüpfen.

2.2.1 Der Streit um die Burg Treis

Innerhalb des pfalzgräflichen Gebiets lag ostwärts von Cochem am rechten Moselufer die Burg Treis. Über diese Burg war es schon vor Hermanns Amtszeit zum Streit gekommen, und dieser Streit war nie so recht abgeklungen. Nach dem Aussterben des Geschlechts derer von Treis 1121 wurde der Besitz dieser Familie durch Kaiser Heinrich V. eingezogen. Allerdings scheint Otto I. von Rheineck diese Burg für sich beansprucht zu haben, er besetzte sie mit seinen Gefolgsleuten und wurde von Heinrich V. gezwungen, sie wieder herauszugeben.43 Vielleicht wurde die Burg im weiteren Verlauf dann an die jeweiligen Pfalzgrafen verlehnt, und so könnte es sein, daß Otto I. von Rheineck eine Zeit lang tatsächlich im Besitz der Anlage gewesen ist. Jedenfalls scheint Konrad III. schließlich Hermann von Stahleck mit der Burg belehnt zu haben.44 Dadurch kam es zu einem Konflikt zwischen den Rheineckern und dem Pfalzgrafen. Die Burg Treis war von Ministerialen Hermanns besetzt und Otto I. war militärisch zu schwach, dem Pfalzgraf die Festung gewaltsam abzunehmen. Deshalb entschloß er sich wohl, dem Pfalzgrafen auf eine andere Art zu beweisen, daß er als Eigentümer über die Burg verfügen konnte. Er verschenkte Treis großzügig an den Erzbischof Albero von Trier.

Die weltliche Macht des Pfalzgrafen konkurrierte im Rhein - Mosel Raum schon lange mit der Macht der Kirche, mit den Erzbistümern Mainz, Trier und Köln lagen die Pfalzgrafen regelmäßig im Streit. Eine feste Burg inmitten des pfalzgräflichen Territoriums kam Albero bei der Gestaltung seiner Politik deshalb sehr gelegen. Im September 1148 belagerte der Erzbischof von Trier die inzwischen noch mehr befestigte Burg mit einem starken Heer. Hermann von Stahleck wollte die Festung entsetzen, stellte aber vor Ort fest, daß er zahlenmäßig unterlegen war und zögerte deshalb mit dem Angriff. Drei Tage standen sich die Heere durch einen Wald getrennt gegenüber, bis der Pfalzgraf dann doch den Angriff befahl. Der Erzbischof hielt jedoch eine mitreißende Rede vor seinen Soldaten, er hielt sein Bischofskreuz hoch und rief dabei: "Dies ist das Kreuz, auf welches mir Pfalzgraf Hermann Treue schwur an jenem Tage, da ich ihn zum Vogt meiner Kirche ernannte, da ich ihm jene Machtmittel verlieh, mit denen er mich jetzt bekämpft."45 Dann erteilte er seinem Heer die Absolution, überreichte die Fahne an Graf Heinrich von Namur und trug selbst sein Kreuz voran.46 Damit erzeugte er psychologisch eine solche siegessichere Stimmung in seinem Lager, daß Hermann von Stahleck, als er dessen gewahr wurde, die Feldschlacht im letzten Augenblick doch nicht wagte. Es wurde verhandelt und Hermanns Ministerialen erhielten danach freien Abzug aus der Burg, Erzbischof Albero nahm die Burg Treis in seinen Besitz47 und festigte damit entscheidend die Macht der Trierer Kirche. Die Rechnung Ottos I. war damit zunächst aufgegangen. Und es sieht so aus, als ob Albero die Burg dann in der Folge ausgerechnet an den Rheinecker verlehnt hat.48 Es wäre auch denkbar, daß dieses 'Verschenken' und das anschließende wieder zum Lehen nehmen, von vornherein beabsichtigt wurde. Wie wichtig die Burg an der Mosel für den Pfalzgrafen letztendlich war, läßt sich nicht genau sagen, es wäre möglich, daß Hermann von Stahleck seinen Schwerpunkt auf die Besitzungen am Rhein gelegt hatte und den verlorenen Einfluß an der Mosel leicht verschmerzen konnte.49 Viel wahrscheinlicher ist jedoch, daß ihn die Trierer in einer Burg in seinem Gebiet sehr gestört haben, zumal wegen der Art und Weise, wie er sie verloren hat.

In seinem Amt war er indessen weiter tätig. Vom Reichstag in Frankfurt ist uns eine Gerichtsurkunde Konrads III, datiert vom 21. August 1149, überliefert, auf der der Pfalzgraf mit der Aufgabe betraut wurde, darüber zu wachen, daß das Kloster St. Remi zu Reims, genauer dessen Besitz im Reich, von nicht autorisierten Vögten nicht bedrängt werde. Den Untervögten wurde dies vom König nun ausdrücklich verboten, und Hermann von Stahleck sollte für die Einhaltung sorgen.50 Namentlich genannt wird in dem Placitum noch ein Ministeriale des St. Remigius Klosters, ein Albert von Kusel, der angewiesen wird, sich in Reims vor dem Abt zu verantworten, also außerhalb des Reiches. Wahrscheinlich hatten sich einige Ministeriale und Vögte den Umstand zunutze gemacht, daß St. Remigius weit entfernt lag, und wohl gehofft, ihre Gerichtsbarkeit habe kein größeres Interesse, für ein nicht zum Reich gehörendes Kloster tätig zu werden. Nicht ausgeschlossen werden kann aber auch, daß die Güter des Klosters ebenfalls von den Rheineckern bedrängt worden war; denn nach dem Reichstage kam es zu einer weiteren direkten Konfrontation zwischen ihnen und Hermann von Stahleck.51

2.2.2 Hermann von Stahleck und die Rheinecker

Trotz der Niederlage gegen das Erzbistum Trier war der Pfalzgraf inzwischen mächtiger als die meisten anderen Grafen des Reiches. Die Schwäche beim Kampf um Treis, die Niederlage in einer Schlacht, bedeutete offenbar nicht zu viel, das konnte so ähnlich sogar einem König passieren.52

In der Folge des Streits um Treis bahnte sich nun jedoch die Zuspitzung des Konflikts mit den Rheineckern an. Diese hatten, wie bereits erwähnt, beginnend mit Otto I. von Rheineck seit dem Tode Siegfrieds von Ballenstedt ständig Ansprüche auf das Pfalzgrafenamt erhoben. Damit waren sie zu einem dauernden Unruhefaktor am Rhein geworden und abgesehen von den wiederholten Forderungen auf die Nachfolge, erwies sich für Hermann von Stahleck nach dem Fall von Treis, daß sie ihm ernstlich im Weg standen. Gottfried von Calw hatte noch seine Positionen an der Mosel behaupten können, wenn auch mit Hilfe Heinrich V., der die Burg Treis eroberte. Hermann von Stahleck war zunächst unterlegen.

Inzwischen war auch Ottos I. Sohn, Otto II. von Rheineck, an den handgreiflichen Auseinandersetzungen mit Hermann von Stahleck beteiligt. Auch er erhob den Anspruch auf die Pfalzgrafenwürde und scheint in diesem Zusammenhang gegen Ministerialen des Pfalzgrafen mit Waffengewalt gekämpft zu haben. Der Konflikt zog sich längere Zeit hin aber schließlich geriet Otto II. im Jahre 1148 in einen Hinterhalt und damit in die Gefangenschaft Hermanns. Der Pfalzgraf ließ ihn auf der Schönburg einkerkern.53 Im Jahr 1149 wurde Otto II. von Rheineck dort erwürgt, wahrscheinlich auf Befehl Hermanns von Stahleck. So hatten die Querelen um die Pfalzgrafenwürde vorläufig ein gewaltsames Ende genommen.54 Otto I. starb bereits ein Jahr später,55 das Geschlecht der Rheinecker war ausgestorben.56

Nach Ausschalten dieser Konkurrenten wurde es, den Urkunden nach zu urteilen, wieder etwas ruhiger um den Pfalzgrafen. Im Dezember 1150 und im September 1151 war er in Würzburg nur zweimal als Zeuge tätig, als sein Gegner im Kampf um die Burg Treis, Erzbischof Albero von Trier, im Januar 1152 starb. Hermann begab sich nach Koblenz, auch um den Toten nach Trier zu geleiten,57 hauptsächlich jedoch wohl, um seinen Einfluß bei der Wahl des Nachfolgers geltend zu machen. Ein dem Pfalzgrafen genehmer Erzbischof von Trier könnte schon ein Grund gewesen sein, die alte Feindschaft zu vergessen und Albero das letzte Geleit zu geben.

Am 15. Mai 1152 starb dann König Konrad III. in Bamberg. Nach vorherigen Absprachen und Verhandlungen, an denen sicherlich auch der Pfalzgraf teilgenommen hatte, erreichte Friedrich III. von Schwaben mit großer Mehrheit seine Wahl zum König Anfang März in Frankfurt.58 Von dort aus zog König Friedrich I. nach Aachen, um sich krönen zu lassen. Ob Hermann von Stahleck bei der Wahl dabei war, ist nicht überliefert, aber es ist anzunehmen, denn wir finden ihn auf einer der ersten Urkunden, ausgefertigt in Aachen, die Friedrich I. ausstellen ließ.59

2.2.3 Der Aufstand gegen den Mainzer Erzbischof Arnold

Im Herbst desselben Jahres war der Pfalzgraf bei Rhein auf dem Reichstag in Würzburg dabei,60 gegen Weihnachten 1152 war er in Gegenwart des Königs in Trier61, Juni 1153 in Worms62 aber dann fehlt jede Spur von ihm bis zum 3. Mai 1154, an dem er für ein Nonnenkloster St. Maria zu Kassel als Zeuge erwähnt wird.63 Sein eigentliches Treiben bleibt dagegen während dieser Zeit wieder im Dunkeln.64 Aber er scheint in all den Jahren nicht untätig gewesen zu sein, sondern vielmehr äußerst rührig gewesen zu sein. In Mainz war inzwischen Erzbischof Heinrich durch Arnold von Selehofen in seinem Amt ersetzt worden. Arnold war anscheinend ein konservativer und, im Gegensatz zu Heinrich, strenger Mann, auf alle Fälle war er den Gläubigen und Lehnsleuten, welche die nachgiebige Amtsführung Heinrichs gewohnt waren relativ unbequem. Güter und / oder Rechte, die der Mainzer Kirche unberechtigt genommen worden waren, holte Arnold für die Kirche zurück. Als jedoch Friedrich I. zu seinem ersten Italienzug das Reich verließ erhoben sich die Mainzer gegen ihren Erzbischof. Aber zusätzlich griffen dann die Lehnsleute, und zwar sehr wahrscheinlich diejenigen, die von Arnold am meisten in ihre Schranken gewiesen worden waren, gewaltsam das Erzbistum an, an ihrer Spitze Pfalzgraf Hermann von Stahleck und sein Halbbruder Heinrich von Katzenelnbogen.65 Es ist also sehr wahrscheinlich, daß Hermann sich in den Jahren zuvor wieder gewaltsam an dem Eigentum der Kirche bereichert hat. Im Gebiet der Mainzer muß jedenfalls ein regelrechter Bürgerkrieg getobt haben, es wird überliefert, daß die weltlichen Fürsten die Mainzer Burgen eroberten, die Kirchen ausraubten und die Mainzer Ministerialen gefangennahmen. Um den Rebellen mit Soldaten begegnen zu können, mußte Arnold von Selehofen sogar Teile des Kirchenschatzes versilbern,66 die Aufständischen finanzierten sich wiederum durch Plünderungen. Daß die Angreifer alle exkommuniziert wurden verstand sich da schon von selbst. So wurde Hermann von Stahleck, sicher zusammen mit einigen anderen, zum zweiten Mal mit dem Kirchenbann belegt. Die bewaffnete Fehde erfaßte bald die ganze Rheinprovinz, und schließlich wurde die Situation für den Erzbischof völlig unhaltbar, worauf er den Abt von Korvey schriftlich bat, den Kaiser zur Rückkehr zu bewegen, damit dieser ihm beistehen konnte.67

Der Kaiser kehrte endlich im September 1155 auch aus Italien zurück, worauf die Kampfhandlungen dann in der Tat sofort eingestellt wurden. Hermann von Stahleck hatte von der Rückkehr des Kaisers vielleicht etwas früher erfahren, vielleicht hatte er aber auch ein schlechtes Gewissen oder wollte mit dem Kaiser sprechen bevor die andere Konfliktpartei dies tun konnte, jedenfalls war er schon vor dem Regensburger Reichstag in der Nähe Friedrichs I.. Auch der Kaiser war schon über die Vorgänge in der Heimat unterrichtet, denn der Pfalzgraf wurde angewiesen, in Regensburg zu erscheinen. Hermann von Stahleck und der Erzbischof von Mainz, beide brachten dann ihre Anklagen auf dem Reichstag im Oktober in Regensburg vor. Jedoch traf Barbarossa zu diesem Zeitpunkt noch nicht die Entscheidung, wie er mit den beiden Streithähnen verfahren wollte, jedenfalls wurde eine solche damals noch nicht verkündet.68

Hermanns Amtsgewalt war indessen nicht eingeschränkt worden, was man daraus ersieht, daß er schon Ende Oktober in Würzburg beauftragt wurde, alle diejenigen, die Mainzölle erheben, aufzufordern, bis Weihnachten 1155 nachzuweisen, daß sie den Bann aus Hand des Königs besitzen,69 eine ähnliche Tätigkeit wie früher schon für das St. Remi Kloster also.

Von Regensburg aus begab sich der Hofstaat nach Worms, wo er Weihnachten 1155 blieb.70 In Worms verkündete Hermann von Stahleck nach der Entscheidung Friedrichs I. über die Mainzölle die Sentenz der Fürsten.71

Aus Worms wurde aber auch berichtet, wie der Kaiser den Pfalzgrafen bei Rhein und den Erzbischof von Mainz bestrafte. Jeder der beiden wurde als Landfriedensbrecher zusammen mit zehn seiner engsten Mitstreiter dazu verurteilt, eine deutsche Meile von einer Grafschaft in die nächste Grafschaft barfuß, und es war anscheinend ein kalter Winter, einen Hund zu tragen. Der Pfalzgraf mit seinen Genossen war als erster dran, und gleich danach löste der Erzbischof seine Gegner wieder vom Kirchenbann. Als jedoch die Anhänger des Erzbischofs sich anschickten, ihre Hunde aufzunehmen, erließ der Kaiser ihnen die Strafe, vielleicht mit Rücksicht auf das Alter und die Verdienste Arnolds.72 Eigentlich war dies eine milde Strafe, denn aus der Gesta Frederici geht hervor, daß dies noch früher nur den Auftakt für eine danach zu vollziehende Todesstrafe darstellte.73 Aus diesen beiden Ereignissen, von denen lediglich nicht die Reihenfolge bekannt ist, kann man aber vermuten, daß es zu keinem größeren Zerwürfnis zwischen Kaiser und Pfalzgraf gekommen war.

Ferner war Hermann von Stahleck auch weiterhin in seinem Amt tätig. In seiner Eigenschaft als Vogt des von seinem Vater und ihm gestifteten Klosters Mönchaurach vollzog er in Würzburg einen Gütertausch mit einem Burggrafen Gottfried zu Nürnberg, wobei der Tausch per manum aduocati Hermanni palatini comitis stattfand. Und auch in der Zeugenreihe ist er als Hermannus comes palatinus festgehalten.74

2.2.4 Die Stiftung des Klosters Bildhausen

Allerdings scheint Hermann von Stahleck, dessen Ehe mit Gertrud kinderlos geblieben war, schon abgesehen zu haben, daß sich sein Leben dem Ende zuneigte. So wäre zu erklären, daß er, wie es damals unter den Reichen im Zuge der Werkgerechtigkeit üblich war, die Gründung eines Klosters schon ins Auge gefaßt hatte75 und dafür Vorbereitungen traf. Ebenfalls im Juni verkaufte er nämlich sein Schloß Habesberg an einen Bobbo von Irmelshausen für 400 Mark.76

In Würzburg war zu dieser Zeit auch Barbarossa, auf dessen Urkunden wird der nun schon um die fünfzig Jahre alte Pfalzgraf zweimal nachgewiesen.77 Danach war er noch einmal auf dem Reichstag in Regensburg anwesend, am 17. September ist er dort noch auf zwei weiteren Urkunden aufgeführt.78 In Regensburg muß er noch miterlebt haben, wie sein Vorgänger im Pfalzgrafenamt, Heinrich Jasomirgott, endgültig auf Bayern verzichtete und dafür mit Österreich belehnt wurde, denn auf der entsprechenden Urkunde ist er festgehalten.

Noch bevor aber die Bauarbeiten für sein Kloster auf seinem Gut Bildhausen richtig begannen, starb Hermann von Stahleck am 2. Oktober 1156 in Franken.79 Er wurde im Kloster Ebrach vorläufig beigesetzt. Nachdem das Kloster Bildhausen aber einen fortgeschrittenen Bauzustand erreicht hatte, ließ ihn seine Witwe Gertrud wahrscheinlich 1164 von Ebrach nach Bildhausen überführen.80 Gertrud starb 1191 in Bamberg.81

Damit war jedoch das Geschlecht der Grafen von Höchstadt und von Stahleck ausgestorben und an Hermann von Stahleck erinnert heute nur noch recht wenig.Hermann von Stahleck, Pfalzgraf bei Rhein Die Burg Stahleck am Rhein bei Bacharach ist inzwischen eine Jugendherberge, aber am Schloß Höchstadt an der Aisch sieht man noch das Wappen der Grafen von Stahleck in Stein gemeißelt hängen.82 Hermanns Denkmal, eine lebensgroße Sandsteinplatte, wurde aus dem zeitweilig abgebrochenen Kloster Bildhausen auf die Salzburg nach Bad Neustadt an der fränkischen Saale gebracht, wo sie in einem bedauernswert schlechten Zustand in der Innenhofmauer eingepaßt ist.83 Ein Denkmal Hermanns auf einem Brunnen, etwa aus der Zeit um 1680,84 gearbeitet nach der Gedenkplatte als man auf ihr noch etwas erkennen konnte, wurde in den vierziger Jahren unseres Jahrhunderts abgerissen und zum Füllen von Löchern im Boden verwendet, es liegt auf dem Klostergelände, wurde aber noch nicht wiedergefunden. Das Kloster heißt heute Maria Bildhausen und gehört seit 1897 der St. Josefskongregation Ursberg; es wurde seit 1976 ständig restauriert so daß die Gebäude in sehr gutem Zustand sind. Es dient heute als Behinderteneinrichtung. Hermanns Gebeine befinden sich in einer kleinen Kapelle im Tor des Klosters, wo er 1929 zum dritten Mal beigesetzt wurde.85

3. Schlußbetrachtung

Hermann von Stahleck lebte in einer Zeit, in der das Reich nicht befriedet war, weder im Innern, noch nach Außen hin. Er erlebte mehrere Herrscher, die letzten drei davon, Lothar von Supplinburg bis Friedrich I, ganz bewußt, den Investiturstreit, das Wormser Konkordat, den Streit der Staufer mit den Welfen, vom Reich aus die Italien- und Kreuzzüge. Er erreichte ein relativ hohes Amt und die Gunst der Herrschenden gleichermaßen. In seiner Amtszeit konsolidierte sich die hervorgehobene Stellung des Pfalzgrafen gegenüber anderen weltlichen Fürsten. Obwohl er seine fränkischen Güter weitestgehend für seine Klosterstiftung verwendete und seinem Nachfolger Konrad von Staufen nur die rheinischen Besitztümer zurückließ war von ihm an die Verbindung zwischen der Pfalz und Bayern stetig gegeben. Er verteidigte die Interessen seines Königs aber auch seine eigenen gegenüber den Erzbischöfen, die eine expansive Politik betrieben und verrichtete dabei oft die grobe Arbeit. Weitergehende Befugnisse, die z.B. den Landfrieden angegangen wären, scheint er jedoch nicht erhalten zu haben, vielleicht weil er selbst regelmäßig bei den streitenden Parteien dabei war. Die Könige und Kaiser haben ihn aber auch anscheinend nicht vor den Kirchenfürsten bevorzugt, eher sieht es so aus, als hätten sie im letzten Moment immer auf der Seite seiner Gegner gestanden.

Die Quellen zeichnen das Bild eines gewalttätigen, zornigen Mannes nach. Seine Taten, besonders das Plündern, Brandschatzen und Morden, scheinen oft eher eines Raubritters würdig, als eines Pfalzgrafen. Aus der heutigen Sicht ist es schwer, diese Widersprüche richtig einzuordnen. Insgesamt scheint er selbst genauso unruhig gewesen zu sein wie es das ganze deutsche Reich war. Und so gibt sein Leben nicht nur einen Einblick in die Rheinische Pfalzgrafschaft im zwölften Jahrhundert, sondern zugleich auch in das gesellschaftliche Umfeld, in dem sie ausgeübt wurde.

Literatur- und Quellenverzeichnis

Andere Informationen im Internet mit Bezug zu Hermann von Stahleck:

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