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Tivoli Storage Manager TSM benutzen

TSM-GUI - TSM-Kommandozeile - Abfragen aus der TSM Datenbank  DSM.SYS / DSM.OPT -

Die graphische Benutzeroberfläche (graphical user interface, GUI)

Die Beschreibung des Verfahrens zur manuellen Bedienung des TSM orientiert sich hier an einer TSM Installation auf RS6000 und AIX, TSM ist Version 4.1. TSM steht für Tivoli Storage Manager. Dieses Produkt ist von IBM von Adstar eingekauft worden, früher (bis zur Version 3.1) hieß es Adstar Distributed Storage Manager ADSM. Die abwechselnde Schreibung von TSM bzw. DSM in der IBM Dokumentation und den Kommandos bzw. Programmnamen rührt daher. Die erste Version mit dem (neuen) Namen TSM war die Version 3.7. Die Möglichkeiten für die Datensicherung wurden mit jeder Version erweitert und verfeinert, z.B. ist seit Version 4.1 die Sicherung bis auf Bit-Ebene möglich. Dadurch wird die zu sichernde Datenmenge so verringert, daß ein Außendienstmitarbeiter problemlos sein Notebook vom Hotel aus in kürzester Zeit per TSM sichern kann.

Starten der TSM GUI

Man meldet sich auf der betroffenen Workstation/Server an, und prüft ggf, ob die DISPLAY Variable korrekt gesetzt ist.

# print $DISPLAY

172.78.4.175:0.0

#

Das ist notwendig, damit die GUI auf dem richtigen Bildschirm angezeigt wird wenn man nicht ohnehin lokal angemeldet ist. Der Aufruf des TSM sollte außerdem von demjenigen user aus erfolgen, unter dessen UID die Datensicherung bzw. Rücksicherung stattfinden soll. Eine Sicherung, die user oracle angelegt hat, kann der user r3user in der TSM GUI nicht sehen.

Anschließend wird dsm aufgerufen.

# dsm &

[1] 23762

#

TSM GUI 1

Aus dieser GUI heraus können Daten gesichert werden bzw. aus einer Sicherung zurückgeholt werden.

Wenn mehrere verschiedene Sicherungen auf ein und demselben Server laufen, kann es notwendig sein, beim Start des TSM Client genau anzugeben, welche Sicherung man machen/zurückholen will. Dazu setzt man die SErver Option, wie in der dsm.sys angegeben.

# dsm -se=sapserv2 &

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Zusätzliche Hilfe

Über das „Getting Started“ icon des TSM-Client und / oder über die Hilfe kann man sich Informationen über die Bedienung der GUI holen.

TSM Getting Started

Bei Unklarheiten über einzelne Verfahren kann man auf den hier genannten Info-Seiten nachschlagen.

TSM Hilfe

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Lokale Daten sichern

Um Dateien vom lokalen Server zu sichern, wählt man „Backup files and directories“.

DSM Backup

Durch Mausklick auf die „+“ bzw. „-“ Symbole kann man die Verzeichnisse auf- bzw. zuklappen. Dies entspricht dem Standardverhalten von Windows Applikationen wie z.B. dem MS Windows-Explorer.

DSM expand filetree

Durch Mausklick auf die grauen Schaltflächen können nun komplette Verzeichnisse ( durch Auswählen im rechten Unterfenster aber auch einzelne Dateien) ausgewählt werden.

DSM choose directory / file

Nachdem man in allen Verzeichnissen ( zu denen man Zugriff haben muß, um erfolgreich eine Sicherung durchführen zu können) seine Daten ausgewählt hat, klickt man auf „Incremental (complete)“. Bei der ersten Sicherung einer Datei wird sie komplett gesichert, bei allen weiteren Sicherungen nur noch, wenn sich an der Datei etwas geändert hat. Wieviele verschiedene Versionen einer Datei gespeichert werden ist davon abhängig, welche Regel dafür vom TSM Adminstrator eingestellt worden ist. In den Regeln wird auch defniert, was mit einer gesicherten Datei passiert, deren Original gelöscht wurde (ob dann z.B. eine (letzte) Version weiter aufbewahrt wird oder ob (nach einer bestimmten Zeitdauer) die Datei dann komplett aus dem TSM gelöscht wird).

Die Sicherung wird dann ausgelöst durch Mausklick auf den „Backup“ Knopf. DSM Backup Button

Das Backup beginnt mit einer Überprüfung der zu übertragenden Dateien.

DSM Task List

Durch Mausklick auf das Icon mit dem beschriebenen Blatt erhält man einen Status Report. Durch Mausklick auf das rote Stopzeichen kann das Backup jederzeit unterbrochen werden.

Wird das Backup durchgeführt, zeigt der TSM nach Beendigung einen Report an.

DSM Backup Report

Das Fenster wird durch Mausklick auf das X geschlossen, unter Hummingbird Exceed muß diese Aktion noch bestätigt werden.

Je nach Fenster Manager kommt eine weitere Abfrage (hier im Bsp. Hummingbird Exceed). Man kehrt mit Schließen des Status Fensters zur TSM GUI zurück.

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Ausgewählte Dateien sichern

Durch Mausklick auf das „Backup“ Icon  werden die ausgewählten Dateien gesichert, wie schon oben beschrieben.

Backup selected files

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Backup Optionen

Nach öffnen der Backup Funktion kann man durch Mausklick auf das DSM Options Button Options icon einige Anpassungen vornehmen. Die Option „Compress options“ sollte man i.d.R. nicht verwenden, bei Speicherproblemen kann es jedoch helfen, die Option „Use less memory (slower)“ einzuschalten. Wenn das funktioniert, dann kann man in der dsm.opt die Option

MemoryEfficientBackup  YES

einschalten. Sie gilt dann für jedes weitere Backup.

DSM Backup Options 

Wiederherstellen von Dateien und Verzeichnissen aus einem Backup

Das zurückholen von Dateien aus dem TSM funktioniert analog zum sichern. Wieder wird die TSM GUI gestartet, nur diesesmal wird der „Restore files and directories to your system“ Schalter angeklickt.

DSM restore

Sobald eines der grauen Kästchen im linken Rahmen angeklickt wird, erscheinen die zu dem gewählten Verzeichnis gehörenden Unterverzeichnisse und / oder Dateien. Wie beim sichern können auch hier einzelne Verzeichnisse bzw. Dateien für eine Rücksicherung ausgwählt werden.

DSM restore selected files

Beachten muß man bei obiger Darstellung den grünen Punkt. choice Er sagt aus, daß nur aktuelle Dateien angezeigt werden (nur die letzte Version einer gesicherten Datei). Durch Mausklick auf diesen Punkt schaltet man um auf vergangene Dateien, der Schalter ändert sich auf schwarz. DSM select old files und man kommt (im Rahmen der auf dem TSM-Server definierten Möglichkeiten) an gelöschte und veraltete Dateien heran. Allerdings muß man die zurückzusichernden Dateien neu auswählen.

Ein Mausklick auf den restore Schalter bringt ein Menü, in dem das Ziel für die Rücksicherung ausgewählt werden kann. Mann kann zwischen dem originalen oder einem anderen Verzeichnis auswählen. Die Standardeinstellung ist das Ausgangsverzeichnis.

DSM Restore Destination

Durch Mausklick auf den Schalter „Following location“ kann das Ziel geändert werden. Beachten muß man auch die Einstellung ob der Pfad komplett wiederhergestellt werden soll, oder ob der Pfad nur teilweise wiederhergestellt werden soll. Ein Mausklick auf die Hilfe erläutert die Unterschiede, standardmäßig ist „Restore partial path“ ausgewählt.

DSM restore to following location

Im folgenden Beispiel wird nach /home/apqadm/bin/ zurückgesichert. Ein Klick auf „OK“ bestätigt die Auswahl.

DSM select destination

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Restore Optionen

In der TSM Client GUI können noch einige zusätzliche Optionen ausgewählt werden. Diese Menü erreicht man über den DSM Options Optionen Schalter. Im folgenden Bild sieht man die Standardeinstellungen.

DSM restore options

In diesem Menü kann man z.B. auswählen, ob man alles, nur die Dateien oder nur die Verzeichnisstruktur wiederherstellen möchte.

DSM Restore Select Options

Nachdem man mit Mausklick auf „OK“ die Auswahl bestätigt hat, wird die Sicherung durch einen Mausklick auf „Restore“ ausgelöst.

DSM restore task list

Ein Mausklick auf den roten Schalter DSM Stop Operation bricht die Operation ab.

Nach erfolgreicher Rücksicherung zeigt der TSM Erfolg oder Mißerfolg an.

DSM restore completed

Im Restore Report werden Details angezeigt.

DSM Restore Report

Ein Mausklick auf das X beendet die TSM Sitzung.

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Wiederherstellung der Daten bis zu einem bestimmten Zeitpunkt.

Mit der Option „Point In Time“ kann man Daten von einem definierten Zeitpunkt wiederherstellen. Die Möglichkeit setzt natürlich voraus, daß möglichst nahe an diesem Zeitpunkt eine Sicherung gemacht wurde. Wenn das Backup-Intervall 30 Tage ist, dann läßt sich natürlich nicht ein exakter Zeitpunkt wiederherstellen, der genau zwischen den Sicherungen liegt (jedenfalls nicht, wenn sich die Daten geändert haben).

DSM Point in Time

Beachte, nach Auswahl dieser Option müssen die wiederherzustelltenden Dateien und Verzeichnisse neu ausgewählt werden.

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Zurücksichern von Daten auf einen anderen Server (Workstation)

Da sich der DSM Client immer mit seinem Namen (und dem dazugehörigen Paßwort) gegenüber dem TSM-Server ausweist, kann man Dateien von einer Maschine nicht ohne weiteres auf eine andere Maschine zurücksichern. Zu diesem Zweck kann jedoch ein Parameter gesetzt werden, der dem TSM-Server gegenüber vortäuscht, daß die Maschine (auf der der Parameter korrekt gesetzt wurde) die originale Maschine ist.

dsm -virtualnodename=originaler_maschinenname

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Die DSM Kommandozeile

Sämtliche Befehle können entweder in der DSM Klientenkonsole oder auf der Kommandozeile eingegeben werden. Entscheidend sind die Kommandozeilenoptionen, die für Kommandozeile und Konsole identisch sind.

Sichern von Dateien

Um eine inkrementelle Sicherung (die auf dem TSM-Server bereits definiert ist) anzustoßen reicht ein:

# dsmc -incr

In der Klientenkonsole wäre das entsprechende Vorgehen:

# dsm

TSM> incr

Bei der inkrementellen Sicherung wird nur beim ersten sichern eine Komplettsicherung angestoßen, danach nur noch die geänderten Dateien.

Zurücksichern von Dateien auf Kommandozeilenebene

Wenn verschiedene Instanzen von einem Server gesichert werden, bereitet man die Umgebung durch die Auswahl der passenden Options Datei vor:

# dsmc –optfile=/usr/lpp/adsmcust/dsmxyzserver.opt

Zurücksichern in dasselbe Verzeichnis:

TSM> rest /home/asadm/.profile /home/asadm/

Zurücksichern in ein anderes Verzeichnis, mit neuem Namen:

TSM> rest /home/asadm/.profile /tmp/asadmprofile

Zurücksichern mit Unterverzeichnissen (subdirectories)

TSM> rest /home/asadm/* /home/asadm/restore/ -su=yes

Zurücksichern von alten/gelöschten Dateien:

TSM> rest /home/asadm/.profile.30121998 /home/asadm/ -ina=yes

Zurücksichern von alten/gelöschten Dateien mit Auswahlmenü:

TSM> rest /home/asadm/* /home/asadm/restore/ -su=yes -ina=yes -pick

Durch das Menü kann man sich mit den Tasten U (Up) und D (Down) bewegen.

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Abfragen aus der TSM Datenbank

Übersicht

select entity as Node, platform_name as Platform, activity, sum (bytes) as TotalBytes, sum (end_time-start_time) as TotalTime, sum (affected) as TotalCount, sum (failed) as TotalFailed, sum (mediaw) as TotalMediaWait from summary, nodes where entity=node_name and cast ((current_timestamp - start_time) hours as decimal) < 24 group by entity, platform_name, activity order by 8 desc

Menge der gesicherten Daten (in GB) in den letzten 24h

SELECT activity , CAST(sum(bytes/1024/1024/1024) AS decimal(8,2)) AS "Total GB" FROM summary WHERE activity='BACKUP' AND start_time>=current_timestamp - 24 hours GROUP BY activity

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TSM Sicherung via SSH-Tunnel

1. Konfiguration des Client anpassen:

# cat /usr/tivoli/tsm/client/ba/bin/dsm.sys

SErvername TSM

COMMmethod TCPip

TCPPort 1500 <- Wichtig

TCPServeraddress 127.0.0.1 <- Wichtig

NODename MYSERVER

PASSWORDACCESS Generate

SCHEDLOGNAME /usr/tivoli/tsm/client/ba/bin/dsmsched.log

ERRORLOGNAME /usr/tivoli/tsm/client/ba/bin/dsmerror.log

INCLEXCL /usr/tivoli/tsm/client/ba/bin/backup.excl

2. Kommando auf dem TSM Server:

ssh -R 1500:localhost:1500 root@192.168.50.110 dsmc incr

wobei 192.168.50.110 durch die IP Adresse des externen Servers zu ersetzen ist.

Der eigentliche Aufruf (des Skripts) erfolgt dann z.B. aus der crontab des TSM Servers.

3. SSH Schlüssel der Systeme austauschen

4. Kommando auf der Backup als Cron-Job eintragen

DSM.OPT und DSM.SYS

DSM.SYS

* Standard TSM AIX Client System Options Files: dsm.sys

SErvername tsmserv1

COMMmethod TCPip

TCPPort 1500

TCPWindowsize 640

TCPBuffsize 64

TCPNodelay yes

TXNBYTE 25600

LARGECOMMBUFFERS YES

COMPRESSION NO

* TCPServeraddress 172.77.40.15

* fuer SP/2 Knoten ueber High Performance Switch

TCPServeraddress 192.168.80.100

Groups system adsm

Passwordaccess generate

SCHEDLOGNAME /asadmin/logs/dsmsched.log

SCHEDLOGRETENTION 21 D

SCHEDMODE Prompted

* fuer DMZ Systeme

* SCHEDMODE Polling

ERRORLOGNAME /asadmin/logs/dsmerror.log

ERRORLOGRETENTION 30 D

INCLEXCL /etc/inclexcl.tsm

* Parallele Sessions fuer inkr. Backup

RESOURceutilization 10

SErvername caterpillar

COMMmethod TCPip

TCPServeraddress 172.77.11.1

TCPPort 1500

Angepaßt werden nach einer Standardinstallation meist nur die oben fett markierten Einstellungen. Achtung: nach einer Änderung an der DSM.SYS muß der DSM neu gestartet werden. Außerdem muß man beachten, daß es für mehrere verschiedene user auf einem System auch mehrere verschiedene DSM.SYS Dateien geben kann. NODEname und / oder SErvername können dazu jeweils entsprechend angepaßt werden.

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TSM und CIO

Die Kombination von mounten eines FS mit CIO und LAN-Free Backup führt bei großen Datenbanken (TB Bereich) zu einem dramatischen Einbruch in der Geschwindigkeit weil der read-ahead wegfällt. Um dies zumindest einigermaßen zu kompensieren muß auf TSM Client Seite die diskbuffsize auf den max. Wert 1023 gesetzt werden.

Ausprobieren: Bei DB CIO auf file Ebene nutzen.

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