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Informationen zum Network Install Manager NIM

Setup NIM-Master

Das Aufsetzen eines NIM Masters ist über die verschiedenen AIX Versionen stetig einfacher geworden. In 4.3.3 werden dem Administrator von SMIT die meisten Einstellungen abgenommen, es empfiehlt sich jedoch, die zu erstellenden Verzeichnisse bzw. logical volumes manuell zu erstellen, da ansonsten alles in die rootvg gelegt wird.Dies hat sich mit AIX 5.3 geändert, die export Verzeichnisse werden als eigene Dateisysteme angelegt. Sie manuell anzulegen empfiehlt sich dennoch, wenn man sie in einer eigenen VG haben möchte.

NIM Konfigurationsskripte

Das NIM client fileset kommt mit drei Skripten, mit denen verschiedene Aufgaben mit Standardeinstellungen schnell erledigt werden müssen. Die Skripte heißen ab 5L

bzw. ab 5.3

Das nim_update_all Skript aktualisiert schnell einen spot, eine lpp_source, einen client oder auch den master. Sie lassen sich gut für eigene Anpassungen gebrauchen.

Ports für Nim

bootps auf Server port 67

bootpc auf Client port 68

tftp 69/udp

nim 1058/tcp

nim 1058/udp

nimreg 1059/tcp

nimreg 1059/udp

nfsd 2049

nimsh 3901

nimsh 3902

Bei NIM Versionen auf AIX 5.3+ auf p570/p595 P5/P6 hardware wurden die Ports 1000 bis 1024 im Betrieb beobachtet. Ggf. Liste also erweitern.

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Welcher Prozess nutzt welchen Port?

Das korrelieren von Prozess zu Port gelingt mit netstat und rmsock. Zunächst wird mit

# netstat -Aan  | grep <Port>

Man erhält an Pos. 1 den Socket, den man nun an rmsock übergibt.

# rmsock <socket> tcpcb

Wenn der Socket genutzt wird, entfernt rmsock ihn nicht, sondern zeigt den besitzenden Prozess an.

rebuild /etc/niminfo

# niminit -a name=<workstation name used by NIM> -a master=hostname -a master_port=PortNumber (NIMESIS) -a platform=PlatformType

Bei der Bestimmung der PlatformType hat sich der Befehl seit AIX 4.2 geändert. Bis 4.2 war die Abfrage bootinfo -T, seit 4.2.1 ist es bootinfo -p. Man kann zwar beide Kommandos ausführen, erhält aber dann auf manchen Maschinen einmal als Typ chrp und beim anderen rspc, bzw. rs6k und rspc. Das kann gerade bei NIM Installationen zur Auswahl des falschen (Boot-) Kernel führen. Unter AIX 5L wird der bootinfo Befehl als nicht länger unterstützt bezeichnet. Man kann sich deshalb alternativ schon mal an

# lscfg -v | grep -i "Model Architecture"

gewöhnen. Dieser Befehl hat auch den Vorteil, daß Plattform und Prozessorarchitektur gleichzeitig angezeigt werden.

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NIM SPOT auf der SP aktualisieren

Wenn man den SPOT aktualisieren will, stellt man bei einer SP fest, daß Änderungen bei den lpp sources nicht immer von setup_server erkannt/beachtet werden. Das folgende Verfahren ist sicherer:

# inutoc .

# nim -o check -F lppsource_name

# smitty nim_res_op

(In SMIT wähle SPOT)

# smitty update_all

# setup_server

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Fehlende filesets im SPOT identifizieren

Wenn man einen SPOT mit einem ML aktualisiert kann es passieren, daß ein oder gar mehrere filesets fehlen. Dann passiert genau dasselbe, was mit einem installierten Betriebssystem bei fehlenden filesets passiert, der oslevel wird zu niedrig ausgewiesen. Unter NIM sieht die Fehlermeldung so aus:

warning: 0042-337 m_bos_inst: The SPOT and the mksysb are not at the samelevel.

Update the SPOT to match the mksysb level or create a new SPOT that has the same level.

Hier ein Beispiel bei dem ein AIX 5.1 ML5 SPOT wegen eines fehlenden fileset behauptet er sei erst ML3:

# nim -o fix_query -a fixes=5100-03_AIX_ML 5105spot

All filesets for 5100-03_AIX_ML were found.

# nim -o fix_query -a fixes=5100-04_AIX_ML 5105spot

Not all filesets for 5100-04_AIX_ML were found.

# nim -o fix_query -a fixes=5100-05_AIX_ML 5105spot

Not all filesets for 5100-05_AIX_ML were found.

Das fehlende fileset kann man ähnlich dem instfix -qic Befehl identifizieren:

# nim -o fix_query -a fix_query_flags="cq" -a fixes=5100-05_AIX_ML 5105spot | grep ":-:"

5100-05_AIX_ML:bos.iconv.ucs.com:5.1.0.52:5.1.0.1:-:AIX 5100-05 Update

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Restore von einzelnen Dateien aus mksysb

Mksysb bzw. savevg legt die Daten im AIX Backup File Format (bff) ab. Dadurch kann man mit dem restore Befehl auf die Sicherungen zugreifen. Bei einer mksysb-Sicherung auf Band liegen die eigentlichen Daten der Sicherung im dritten file. Daraus ergibt sich ein Zugriff wie folgt:

# tctl -f /dev/rmt0 rewind

# tctl -f /dev/rmt0.1 fsf 3

# restore -xqf /dev/rmt0.1 -s 1 ./usr/bin/proto (eine einzelne Datei)

# restore -xqf /dev/rmt0.1 -s d ./usr/bin (ein ganzes Verzeichnis)

Bei Problemen sollte man die blocksize prüfen, mit der auf das Band geschrieben wurde. Blocksize 0 steht für variable blocksize.

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Allocation Zähler zurücksetzen

Ein NIM Ressource mit einem alloc_count größer 0 kann nicht gelöscht werden. Normalerweise kann auf allokierte Ressource ein reset gemacht werden, der den Zähler zurücksetzt. Dies ist jedoch nur möglich, wenn die Maschine noch definiert ist, die das Objekt allokiert. Löscht man eine Maschine während sie Ressourcen allokiert hat, behalten die Ressourcen ihren alloc_count und dieser kann dann mit nim -o Befehlen nicht mehr zurückgesetzt werden.

Man legt ein Backup der NIM-DB an und verwendet dann den folgenden Befehl:

# cd /usr/lpp/bos.sysmgt/nim/methods

# ./m_chattr -a alloc_count=0 <mksysb/lpp_source/spot>

Danach kann die Ressource gelöscht werden.

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NIM LED Codes

Bei den sechshunderter Codes sind die geraden Zahlen die Aktion und die jeweils darauf folgende ungerade Zahle die Fehlermeldung. Ausnahme bei 623/624. Etwas aus der Reihe tanzt auch die Aktion 608 (Übertragen der client.info). Diese bleibt manchmal mit dieser Meldung hängen und muß dann ebenfalls debugt werden. Die Ursache liegt dann jedoch vor den Problemen, die in 609 beschrieben sind. Benutzeraktionen sind  bei einer NIM Installation i.d.R. nur bei C31 und C48 nötig.

Die wichtigsten NIM LED Codes
299 Boot image erfolgreich auf Client übertragen
600 Netzwerkboot
602 Netzwerk parent devices werden konfiguriert.
603 Fehlgeschlagene Aktion 602. Ursache in einem der Skripte: defsys, cfgsys, cfgbus (aus /usr/lib/methods)
604 Phys. Netzwerkadapter wird konfiguriert
605 Fehlgeschlagene Aktion 604
606 Konfiguration derlog. en devices mittels ifconfig
607 Fehlgeschlagene Aktion 606
608 client.info wird mit tftp vom NIM übertragen.
609 /tftpboot/client.info existiert nicht, ist nicht nutzbar oder hat die Größe 0
610 NFS mount vom NIM wird durchgeführt
611 Verzeichnis aus Aktion 610 kann nicht mit NFS gemounted werden.
612 Zugriff auf externe Dateien.
613 route Kdo. fehlgeschlagen
614 Paging device wird konfiguriert.
615 Fehlgeschlagene Aktion 614
616 Änderung der Konfiguration von diskless auf dataless
617 Fehlgeschlagene Aktion 616
618 Konfiguration eines remote paging space device (via NFS)
619 Fehlgeschlagene Aktion 618
620 Aktualisierung der special device files und der ODM im Clientdateisystem
622 Rückgabe der Kontrolle an /sbin/rc.boot
623 BOS Installation fehlgeschlagen
624 Kontrolle an BOS Installationsprogramm abgegeben
C31 Auswahl der Konsole durch Benutzer
C40 Entpacken von Daten von Installationsmedium
C42 Entpacken von Daten von Diskette
C44 Initialisierung der Basisinstallation auf der Zielplatte
C46 NIM Installation läuft
C48 Benutzereingabe erwartet

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rootvg clonen

Hier am Beispiel mit alt_disk_install. Wird in den aktuellen Versionen automatisch auf die neue Begrifflichkeit umgesetzt.

# alt_disk_install -B -O -C rootvg <targetdisk>

Anschließend Namen der VG auf <targetdisk> ändern wenn man mehrere Clone anfertigen möchte. Ansonsten ist man damit schon fertig.

# alt_disk_install -v <neuer_vg_name> <targetdisk>

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Links

AIX Installation in a Partitioned Environment: http://publib16.boulder.ibm.com/pseries/en_US/aixins/aixlparins/about.htm

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Inventory Scout

Inventory Scout installieren

Bei der Installation des Inventory Scout per Smit bzw. installp muß man darauf achten, daß im /var/adm/invscout/microcode Verzeichnis die aktuellste catalog.mic liegt. Diese wird ansonsten nur bei Installationdes InvScout über WebSM korrekt dort abgelegt. Bei fehlendem catalog.mic erhält man eine mup Datei, die lediglich Namen und IP des getesten Servers enthält.

Alternativ muß man mit dem -f Schalter die Lage der catalog.mic explizit angeben. (Ab 2.2.10 nicht mehr möglich?)

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