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Namensauflösung

DNS Server - DNS Client - Alias Definition -

Zur Namensauflösung von IP-Adressen wird in der Regel das Domain Name System DNS verwendet. Dazu sind im Netzwerk DNS Server und DNS Clients konfiguriert. Die DNS Server wiederum sind in primäre und sekundäre Server unterteilt, die sich nicht im Stand der Information unterscheiden (mit einer geringen Zeitverzögerung). Der Unterschied primär/sekundär bezieht sich darauf, daß auf den sekundären Servern die Einträge nicht geändert werden dürfen/können, dies wird auf den primären DNS Servern erledigt, die die Information dann an die sekundären Server weitergeben.

DNS Server

Der DNS Dämon auf den AIX Servern ist der named (name daemon), der über die /etc/named.boot (BIND V4) konfiguriert wird, bzw. über die /etc/named.conf (BIND V8). Alternativ kann er über den Befehl

# named -d <bootfile>

gestartet werden. Unter AIX ist die gängige Startweise mit dem System Resource Controller SRC

# startsrc -s named -a "-b <bootfile>"

Die Dateien, aus denen die Informationen für die Namensauflösung gezogen werden, sind im sog. Standard Resource Record Format. Es handelt sich dabei um die

named.data

Baustelle ....

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DNS Client

Im Gegensatz zum DNS Server benötigt der DNS Client keinen eigenen Dämon, ihm reicht die /etc/resolve.conf. Der DNS Client ist in der Regel in der Applikation eingebaut und bedient sich des „gethostbyname ()“ Aufrufs.

/etc/resolve.conf

In der /etc/resolve.conf sind unter den Kategorien

Einträge vorhanden, die die Namensauflösung über den DNS Server regeln. Maximal drei nameserver können genutzt werden. Sind die Kategorien domain und search zusammen vorhanden, gewinnt der letzte dieser beiden Einträge in der /etc/resolve.conf. Diese Datei darf

enthalten.

Die Kategorie search kann bis zu sechs Hosteinträge haben, der erste eingetragene Host ist dabei der default domain name.

In der /etc/resolve.conf ist die default Reihenfolge für AIX, in der die Namensauflösung stattfindet,

  1. DNS/Bind
  2. NIS
  3. /etc/hosts

Dabei können bis AIX 4.2.1 max. zwei Auflöser, ab 4.3 dann alle drei verwendet werden. (Unter 4.2 kann man zwar mehr Einträge machen, verwendet werden aber nur die ersten beiden).

/etc/netsvc.conf

Das ändern der default Reihenfolge ist möglich. Dies kann über die Variable NSORDER pro Prozeß geschehen oder, systemweit, über die /etc/netsvc.conf.

hosts=local,bind

(nis = NIS, bind = DNS, local = /etc/hosts) (Die Reihenfolge in der netsvc.conf wird auch zur NSORDER.)

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Alias Definition

Für jeden Netzwerkadapter können mehrere Aliase definiert werden.

#  ifconfig en0 alias=192.168.100.190

oder

# chdev -l en0 -a alias4=192.168.100.190

Wenn nicht die Standardsubnetzmaske verwendet wird, dann muß die Subnetzmaske mit angegeben werden.

# ifconfig en0 alias 192.168.100.190 netmask 255.255.0.0

oder

# chdev -l en0 -a alias4=192.168.100.190,255.255.0.0

Gelöscht wird ein Alias dann mit

# ifconfig en0 delete 192.168.100.190

oder

# chdev -l en0 -a delalias4=192.168.100.190,255.255.0.0

Mit chdev gemachte Einträge bleiben nach einem reboot erhalten.

Alternativ können die Einstellung mit SMIT vorgenommen werden:

smitty tcpip

- Further configuration

- Network Interfaces

- Network Interface Selection

- Configure Aliases

- Add an IPV4 Network Alias

Achtung: wenn zwischen Servern mit definierten Aliasen die r-Befehle verwendet werden, dann müssen die Aliase auch von der Namensauflösung erfaßt werden. Sonst kann es passieren, daß eine rsh fehl trotz korrekter .rhosts nicht funktioniert, weil die Auflösung eines Alias (der gar nicht für die rsh benutzt werden sollte) fehlschlägt. In der Regel wird die rsh dann beim einloggen die Angabe des Paßworts des betreffenden Users verlangen. Sehen kann man das Problem dann indem man nach dem Einloggen „who am i“ abfragt. Dort wird dann ggf. statt des eigentlichen Ursprungshosts eine Alias IP angezeigt. Für andere Benutzer fragt man „who“ ab.

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